Wozu Gedanken machen? Die Werbung sagt uns eh laufend, was wir brauchen. Zusätzliche Informationen finden wir im Internet, und außerdem, so genau wollen wir über manche Dinge gar nicht Bescheid wissen.

Gedanken über ...

Dass das Leben keinen Sinn hat, wussten schon die Saurier. Man muss das Leben nur meistern, also gut über die Bühne des Lebens bringen, und man sollte keinen Schaden für Mensch und Umwelt hinterlassen. So manchem gelingt der Lebensspagat auch mit Un-Sinn.

So sah Heinz Erhardt den Sinn des Lebens:
Ich kam auf die Welt und bin nun hier, zum Essen und zum Trinken. Am liebsten trink' ich helles Bier und ess' am liebsten Schinken.

So sah Eugen Roth den Sinn des Lebens:
Man wird es in der Zeitung lesen, im besten Fall,
dass wir - gewesen.
Die Menschen, ungerührt, ja, heiter,
leben ohne uns dann weiter.
Sie lieben, hassen, hoffen, raufen,
bis auch ihre Zeit ist abgelaufen.
So gehen wir, wär'n wir auch noch so munter,
im Strom der Zeiten alle unter.

»Als was würden Sie sich bezeichnen?«, meinte Leon, der Prinz von Phlius, anlässlich eines Gespräches bei den Olympischen Spielen.
»Ich bin, solange ich denken kann, ein Philosoph.«
»Dieses Wort habe ich noch nie gehört.«
»Ich will damit ausdrücken, wie ich mich in meiner Lage empfinde. Lassen Sie es mich es so erklären, Prinz Leon: Das Leben kann gut mit diesen öffentlichen Spielen verglichen werden, denn in der großen Menge, die hier versammelt ist, wurden die einen vom Gewinnstreben angelockt und die andern von dem Verlangen nach Glanz und Ruhm. Doch unter ihnen sind auch einige, die alles, was hier vor sich geht, beobachten und verstehen wollen. Das gleiche gilt fürs Leben. Manche sind von der Liebe zum Reichtum beherrscht, während andere in blindem Wahn nach Macht und Herrschaft gieren. Der Menschenschlag zu dem ich mich zähle, widmet sich der Frage, welchen Sinn und welches Ziel das Leben selbst hat. Er versucht die Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln. Diesen Menschen nenne ich einen Philosophen, denn zwar ist kein Mensch in jeder Hinsicht vollkommen weise, doch er kann die Weisheit lieben, als Schlüssel zu den Geheimnissen der Natur.«   —    So antwortete Pythagoras dem Prinzen Leon.

Lieber F...., (7. Januar 2021)
Es ist nie zu spät für einen naturverbundenen Menschen wie du es bist, mit Bienenhaltung anzufangen. In Städten werden auf Dächern und Balkonen Bienenkästen aufgestellt und Honig geerntet. Du hast ja einen schönen Garten und eine vorzüglich geeignete Nachbarschaft. Vielleicht schreibe ich dann auch noch einen Roman mit dem Titel "Die Bienen des F.... S.....". (Wa ist mit den "Rossen des Urban Roithner"?)
Ich denke du wirst (im Mai?) 2023 deinen 80sten Geburtstag begehen? Ich habe, wie du schon richtig vermutet hast, am 14. August 2020 diese Schwelle überschritten und just an diesem Tag war ich bei einem Neurologen in Linz. Dieser hat mir bestätigt, dass ich an Polyneuropathie leide. Es beeinträchtigt mich noch nicht in dem Maße, dass ich Medikamente nehmen müsste, aber gestern abends taten mir im Bett die Beine weh, sodass ich schlecht einschlafen konnte. Deshalb war ich heute Morgen nicht besonders gut drauf und hatte sogar "fast" leichte Kopfschmerzen. Dazu kommt natürlich das Thema Corona auf den Kanälen aller Länder, als ob es nichts anderes mehr gäbe auf Erden. Gibt es aber doch. Denn dazu gesellten sich in den letzten zwei Wochen auch noch Worte wie Weihnachten, heilige Nacht, besinnlich, Jahreswechsel, "Neujahr", drei Könige, Sternsinger, etc. So, als ob Weihnachten und ein neues Jahr auch Tatsachen wären. Unsere Vorfahren feierten die Wintersonnenwende. Das ist ein wirklicher Anlass und es ist ein gutes Gefühl, wenn die Tage wieder länger werden. Der Schnitt für ein neues Jahresdatum wäre auch zur Sonnenwende logischer. Wenigstens is das Theater jetzt wieder vorbei. (In meinen zehn Jahren, die ich in der Schweiz lebte, fuhr ich gern in der Nacht des 24. oder 31. Dezember im Nachtzug nach oder von Österreich. Da war viel Platz, und die wenigen Fahrgäste, die Zugbegleiter und das Speisewagenpersonal waren alles Leute, die sich auch freiwillig dem zwanghaften Wahn der Massen entzogen, und man konnte sich normal unterhalten.) Auf der südlichen Halbkugel geht man Ende Dezember ins Freibad. Da hat es der Kommerz nicht so leicht, Weihnachts-stress aufkommen zu lassen.
"Don't worry, be happy" funktioniert halt auch nur, wenn man einen kleinen Impuls dafür empfängt. Dieser stellte sich dann auch heute vormittag alsbald ein, als ich vernahm, dass der "Homer Simpson - artige" Präsident der USA jetzt auch offiziell von der Weltbühne verschwinden muss, und dass sogar Parteigenossen von "out of control" und von Amtsenthebung sprechen. Ein zweiter Lichtblick war dann ein Film über die Bahnen des Bündnerlands. Schlussendlich kam dann auch noch die Sonne heraus. (In in der Früh war noch Schnee gefallen). Ich wünsche dir noch einen schönen Tag. Liebe Grüße Geri